Der Vorgang im Geist des Menschen, bei dem aus einem ungeordneten Strom von Sinneseindrücken im Nachhinein sinnvolle Bilder (auch in der übertragenen Bedeutung) entwickelt werden. Diese sinnvollen, das heißt für den Verstand Sinn ergebenden Bilder müssen dabei nicht der Wahrheit entsprechen; vielmehr sind sie abhängig von der Erfahrung, dem Wissen und der Weltsicht des Individuums. Das Erleben bzw. der daraus gezogene Sinn ist demnach letztlich stets eine Konstruktion aus einzelnen "Bruchstücken" der Umwelt, die dem stetigen Wahrnehmungsstrom entnommen werden. Sensemaking ist somit auch ein Ergebnis von Komplexitätsreduktion.
Der Begriff wurde vom US-amerikanischen Organisationsforscher Karl E. Weick eingeführt, der anhand dessen die Ursache von menschengemachten Katastrophen untersuchte.