Hierbei handelt es sich um die Nebenbedeutung eines Wortes (manchmal auch einer Grupperiung von Worten), im Gegensatz zu dessen Hauptbedetung, der Denotation.
So kann durch eine entsprechende Konnotation ein Begriff einen negativen Beigeschmack erhalten, bspw. bei den Wörtern "Göre" und "Regime"; die dazugehörigen Denotationen wären "Kind" und "Regierung", die Konnotationen wären schließlich "frech" und "nicht demokratisch legitimiert".
Andererseits können auch wertneutrale Wörter Konnotationen haben. Bekannt ist hier das Beispiel "Nacht", das die Konnotationen "dunkel", "geheimnisvoll" und "gefährlich" besitzen kann. Die Denotation von "Nacht" ist bereits etwas schwieriger zu formulieren (im Grunde könnte man sie, wie der Duden es hergibt, als die Zeit zwischen Sonnenunter- und Sonnenaufgang bezeichnen; allerdings würde man, wenn im Winter die Sonne bereits um 16 Uhr untergeht, im Deutschen diesen späten Nachmittag und Abend nicht bereits als "Nacht" bezeichnen – es müsste also der umständliche Zusatz "ca. zwischen 23 Uhr abends und 5 Uhr morgens" angefügt werden, um die Denotation präziser zu formulieren.)
Konnotationen können sich je nach Alter, Umfeld, Kultur, Subkultur und Weltanschauung der Sprecher unterscheiden; auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle. So hatte der Begriff "Fortschritt" im 19. Jahrhundert einen durchweg positiven Einschlag, stand er doch für die bahnbrechenden Errungenschaften der Industrialisierung. Dies änderte sich allmählich im Laufe des 20. Jahrhunderts, spätestens seit dem Enstehen der Umweltbewegungen in den 1970er Jahren. "Fortschritt" wurde hier mit dem damit einhergehenden Raubbau an der Natur und Umweltkatastrophen assoziiert; das abwertende Schlagwort der "Fortschrittsgläubigkeit" wurde geprägt. In der aktuellen philosophischen Diskussion wird versucht, den Begriff wieder positiv umzudeuten (siehe der Philosoph Denis Mäder oder der Linguist Steven Pinker); tatsächlich ist die semantische Engführung auf technologisch-ökonomische Innovationen (welche dann auch noch schädlich für Natur und Umwelt sind) dem Wort an sich nicht inhärent. Auch die bloße Bewusstwerdung des problematischen Einflusses des Menschen auf die Natur war und ist bereits ein kleiner, gesellschaftlicher, Fortschritt.