In der Systemtheorie ein "binäres Schema zur Unterscheidung, das Drittes ausschließt und damit die Komplexität von Kommunikation erheblich reduziert." Die Etablierung von Codes – somit eine stetige Differenzieung zwischen zwei Konzepten – sind also für ein soziales System generell notwendig, um effizient kommunizieren zu können.
In Luhmanns Theorie besitzen zuvorderst die gesellschaftlichen Funktionssysteme einen zweiwertigen Code: in der Politik ist es der aus Macht und Ohn-Macht, welches sich in modernen Gesellschaften in Regierung und Opposition artikuliert (in Diktaturen ist dies dann die außerparlamentarische Opposition im Untergrund, der Widerstand).
In der Wissenschaft ist dies der Code zwischen wahr und nicht-wahr, also bspw. einer nicht-erfolgreichen und einer erfolgreichen Falsifizierung bzw. Widerlegung einer Theorie.
In den Medien besteht der Code aus den Elementen Information und Nicht-Information, in der Wirtschaft aus der ebenso simpel anmutenden Unterscheidung zwischen Haben und Nicht-Haben.